Soldatenfriedhof

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Weg Soldatenfriedhof – Mont Canisy

Der Friedhof entstand ursprünglich durch die Einrichtung des 14. Genesungslagers in Trouville im Oktober 1917 und durch eine Flotte von Fischkuttern, die ihren Heimathafen in Deauville hatte. Bedeutung erlangte er vor allem, als im Februar 1918 das Krankenhauszentrum von Trouville gegründet wurde, das später das 72., 73. und 74. allgemeine Krankenhaus und das 13., 14. und 15. Genesungslager umfasste. Das Gesetz vom 29. Dezember 1915 (Ausführungsverordnung vom 25. November 1920) sah vor, dass Frankreich diese Parzelle Land dauerhaft an das Vereinigte Königreich abtreten sollte, damit dort die britischen Soldaten bestattet werden konnten, die auf französischem Boden gefallen waren. Und so wurde schließlich 1920 der Soldatenfriedhof eingerichtet. Heute reihen sich 293 Gräber von Soldaten aus dem Ersten
Weltkrieg aneinander, die im Genesungslager entweder an ihren Verletzungen oder an der Spanischen Grippe gestorben waren, der jeder Dritte von ihnen zum Opfer gefallen war. Man findet dort die letzte Ruhestätte von 193 Seeleuten, Soldaten und Fliegern, einer Krankenschwester der Armee, zweier Zivilisten aus dem Vereinigten Königreich sowie von acht Soldaten aus Australien, sieben aus Kanada und einem aus Neuseeland.
Auch 24 amerikanische Soldaten und 57 deutsche Kriegsgefangene wurden dort bestattet. Der Friedhof wurde auch während des Zweiten Weltkriegs genutzt. 46 britische, kanadische und deutsche Soldaten wurden in dieser Zeit dort beerdigt.

Der Friedhof ist das ganze Jahr uber geöffnet.